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Eine Zeitreise zum Thema Neubebauung Gantergelände
Am Freitag, den 3. September 2010 berichtete die Badische Zeitung:
Dem „Hirschen“ droht das Aus.
Die gegenwärtige Situation ist diejenige, dass der bisherige Eigentümer, die Brauerei Ganter, die drei Gebäude Hirschstrasse 2a, Hirschstrasse 4 und das Gebäude mit der Gaststätte Dyonysos an eine Bauträgergesellschaft veräußert hat.
Während bei den Gebäuden in der Hirschstrasse der Abriss sicher sei und noch dieses Jahr erfolgen soll, wird beim Haus Hirschstraße 2 dem „Hirschen“ noch geprüft ob eine Sanierung, so der Geschäftsführer des Käufers, möglich sei.
Der Ortsverein Günterstal e.V. hatte, wie auch die angrenzenden Anlieger, die Möglichkeit Einblick in die Bauvoranfrage zu nehmen.
Geplant sind demnach 3 Gebäude die an gleicher Stelle gebaut werden. Ohne bestehenden Bebauungsplan sind die neuen Gebäude mit der Geschosshöhe den angrenzenden Gebäuden anzupassen.
Nach den Plänen entfallen die Parkplätze größtenteils zu Gunsten einer Tiefgarage. Die Zufahrt wird noch geklärt.
Fragen von Anwohnern hinsichtlich des kleinen Waldweges am Rande des Grundstückes haben auf Vermittlung des Ortsvereins ergeben, dass dieser bestehen bleibt, aber sich die Wegführung etwas verändern wird. In Mieterversorgungsfragen ist der Ortsverein ebenfalls tätig geworden.
Mit einem möglichen Verlust des Dyonysos sieht der Ortsverein das Stadtbild gefährdet da sich das Ensemble der Gebäude um das Günterstäler Tor verändern wird. Er wird deshalb sowohl beim Stadtplanungamt vorstellig werden sowie auch bei der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild.
Durch den Verkauf dokumentiert die Brauerei Ganter, dass sie kein Interesse mehr an dieser Gaststätte hat. Mit dem Verschwinden der Gaststätte Dyonysos wäre Günterstal nicht nur um einen Gastronomiebetrieb ärmer, der mit seinem Angebot die bestehende Gastronomie bereichert hat, sondern auch günstige Übernachtungsmöglichkeiten entfielen dadurch.
Das Dyonysos ist Zunftlokal der Narrenzunft der Bohrer und hat den ortsansässigen Bürgern Raum zur Begegnung gegeben. Die direkt am Bohrerbach gelegene Terrasse ist einmalig und prägt das Bild in der Umgebung und sollte erhalten bleiben.
Inzwischen hat eine öffentliche Vorstandssitzung stattgefunden. Die rund 30 anwesenden Bürger hatten Gelegenheit mit dem Architekten der Fa. Allgaier, Herr Ross, zu sprechen. Herr Ross teilte mit, dass die Haussubstanz nicht mehr sanierungsfähig sei und deshalb abgerissen wird. Die Genehmigung würde schon vorliegen und sei mit dem Kaufvertrag eng verbunden. Aus den vorgelegten Plänen war ersichtlich, dass die Neubauten in etwa auf der gleichen Grundfläche der alten Häuser erstellt werden und auch die bisherige Höhe nicht überschritten werde. Die Meinungen waren geteilt. Vom Erhalt der Gaststätte, über die Sanierung des Gebäudes bis zum Abriss und Neubau wenn es dann sein muss, war alles vertreten. Einig waren sich jedoch alle in der Frage der Erhaltung des Ortsbildes. Dem Architekten wurde mit auf den Weg gegeben, dass die Dachform/Giebelwand wie auch das vorgesehene Fensterband noch verändert werden müsse. Die Badische Zeitung berichtete zwei Tage später, nach verschiedenen Recherchen, dass eine Abrissgenehmigung noch nicht ausgesprochen worden sei. Was soll man davon nun halten. Die Arge Freiburger Stadtbild, Herr Dr. Hein, teilte mit er würde die Frage des Denkmalschutzes derzeit noch prüfen lassen. Das Regierungspräsidium hatte im Vorfeld mitgeteilt, dass aus denkmalsrechtlichen Gründen kein Schutz bestehe.
Der Ortsverein wird das Thema weiter verfolgen.
Evi Kramer u. Gerd Nostadt / Gerd Nostadt-letzter Absatz
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